KLARTEXT
Meerespolitik

Ihr wollt euch für Meeresschutz und Klimagerechtigkeit engagieren? Und wisst nicht wo anfangen?

Meerespolitik ist einer der wichtigsten Hebel. Wir zeigen euch hier, wie ihr sie nutzen könnt.

Gemeinsam mit 12 umwelt- und entwicklungspolitischen Organisationen haben wir im Jahr 2024 unsere Vision einer Meerespolitik 2025 - Eine Zukunft für Meer und Mensch veröffentlicht.

Da steckt alles drin, was wichtig ist. Nur ist das Papier sehr dicht, weil es sich an Menschen in der Politik richtet. Wir wollen, dass alle Meerespolitik verstehen können und deshalb beantworten wir mit unseren DEEPWAVE Sidenotes eure Fragen, zeigen Zusammenhänge auf und geben euch praktische Empfehlungen, die euer politisches Handeln erleichtern.

Für die Meere, für uns und für alle Lebewesen, mit denen wir uns diesen Blauen Planeten als Zuhause teilen.

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partizipatorisch

Deutschland muss sich in der Meerespolitik für die Einführung einer partizipativen, transparenten Raum- und Ressourcennutzung auf See und für die Küste unter Beteiligung der Zivilgesellschaft, insbesondere der lokalen Küstengemeinschaften, einsetzen. Entsprechende politische Prozesse müssen gerecht gestaltet und Menschenrechte gewahrt werden. Dafür müssen verbindliche Standards definiert und deren Einhaltung gesichert werden.

Nutzungskonzepte

Es gilt Initiativen und Programme, die die Einrichtung von effektiv geschützten Meeresschutzgebieten in den Meeresgewässern von Küstenstaaten des Globalen Südens ermöglichen, zu unterstützen und finanziell so auszustatten, dass diese durch die lokalen Einrichtungen langfristig verwaltet, kontrolliert und unter Einbeziehung sozialer Fragen weiterentwickelt werden können. Darüber hinaus müssen regional übergreifende Verwaltungsstrukturen zur Abstimmung des Meeresschutzes und nachhaltiger Nutzungskonzepte mariner Ressourcen über nationale Grenzen hinweg verstärkt gefördert werden. Dies muss insbesondere mit Blick auf die sich im Rahmen der Klimakrise verändernde Verbreitung von Arten und Ökosystemen geschehen als auch vorausschauend angelegt sein und auf einen gerechten Ausgleich von Nutzungsinteressen abzielen.

Kleinfischerei

Der Kleinfischerei muss im Entwicklungskontext im Sinne der Richtlinie der UN-Welternährungsorganisation zum Schutz einer nachhaltigen Kleinfischerei eindeutig Vorrang beim Fischfang gewährt werden. Deutschland muss sich im Rahmen der Umsetzung der Richtlinie finanziell und politisch stärker als bisher engagieren und eigenständige, langfristige Programme zur Unterstützung der nachhaltigen Kleinfischerei einschließlich der Verarbeitung, dem Handel und Transport von Fischereiprodukten betreiben. Der Schutz der Kleinfischerei und ihre Bedeutung für die Ernährungssicherheit müssen in den Strategien zur Ernährungssicherheit verankert werden.

traditionelle Rechte

Deutschland muss sich für den Schutz traditioneller Rechte, insbesondere von indigenen Gruppen und lokalen Küstengemeinschaften einsetzen. Zugang zu Fischgründen, Land- und Beteiligungsrechten sowie die Ernährungssicherheit müssen vor den Vorhaben im Rahmen der Blue Economy Vorrang erhalten. Betroffene Indigene als auch lokale Küstengemeinschaften müssen gleichwertig entsprechend des Prinzips der freien, vorherigen und informierten Zustimmung (FPIC) von vornherein in Konsultationsprozessen vertreten sein. Der handwerklichen Klein- und Subsistenzfischerei sind Nutzungszonen von mindestens 24 Seemeilen zu gewähren, zu denen die industrielle Fischerei keinen Zugang haben sollte.

Meeresspiegelanstieg

Nationale und internationale Entwicklungszusammenarbeit und Klimapolitik sollten in diesem Zusammenhang insbesondere die Auswirkungen der Klimakrise durch Meeresspiegelanstieg und Extremwetter sowie den Verlust an Ernährungssicherheit durch die Abnahme der biologischen Produktivität der Ozeane berücksichtigen. Ein Küstenzonenmanagement, das eine Verlagerung der Küstenlinie mitdenkt und grenzüberschreitend arbeitet, muss unterstützt werden. Den möglichen gesellschaftlichen Folgen von Klimaflucht muss vorausschauend begegnet werden. Hierbei ist insbesondere die Situation der kleinen Inselentwicklungsländer (SIDS) und die weitreichende Bedrohung ihrer Existenzgrundlagen zu berücksichtigen.

Meerespolitik

In der internationalen Meerespolitik muss sich Deutschland kohärent für die Einbeziehung und Umsetzung entwicklungspolitischer Maßnahmen im Kontext des SDG 14, der CBD und UNFCCC sowie der EU-Meerespolitik und anderer relevanter Prozesse einsetzen und hierfür ausreichende Finanzmittel zur Verfügung stellen. Es gilt umwelt- und entwicklungspolitische Initiativen so zu verknüpfen, dass Meeresschutz und nachhaltige Entwicklung sich gegenseitig verstärken und die Länder des Globalen Südens ermächtigt werden, eine eigene effektive Meeresschutzpolitik dauerhaft fortzuführen.

Das Papier Meerespolitik 2025 - Eine Zukunft für Mensch und Meer wurde unterzeichnet von:

Die Sidenotes sind ein Projekt von DEEPWAVE e.V.

Konzept
Heye Groß | Anna Groß
Texte
Nico Czaja | Anna Groß | Lea Teichmann
Recherche
Dr. Franziska Bils | Dörte Themann | Amalia Klein | Moritz Aehle | Anja Schuller
Animationen
Oliver Wünsch
Programmierung
Heye Groß | Markus Wirth | Marius Niveri | Frieder Göock

Danksagung

Unser Dank geht an all unsere Kolleg:innen, die, mit denen wir das erste Forderungspapier Meeresoffensive 2020 verfasst haben, die, mit denen wir es als Kernforderungen für eine zukunftsfähige Meerespolitik aktualisiert haben, und die, mit denen wir jetzt daraus die Meerespolitik 2025 - Eine Zukunft für Meer und Mensch erarbeitet haben. Unser Dank geht auch an all unsere Mitglieder und Förder:innen, an unser ehrenamtliches Team und unsere Freund:innen:   Ohne euch wären die DEEPWAVE Sidenotes nie Realität geworden. Dank euch sind wir zuversichtlich, dass wir gemeinsam eine Zukunft für die Meere und uns und unseren Blauen Planeten bauen können.

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Meerespolitik

Ihr wollt euch für Meeresschutz und Klimagerechtigkeit engagieren? Und wisst nicht wo anfangen?

Meerespolitik ist einer der wichtigsten Hebel. Wir zeigen euch hier, wie ihr sie nutzen könnt.

Gemeinsam mit 12 umwelt- und entwicklungspolitischen Organisationen haben wir im Jahr 2024 unsere Vision einer Meerespolitik 2025 - Eine Zukunft für Meer und Mensch veröffentlicht.

Da steckt alles drin, was wichtig ist. Nur ist das Papier sehr dicht, weil es sich an Menschen in der Politik richtet. Wir wollen, dass alle Meerespolitik verstehen können und deshalb beantworten wir mit unseren DEEPWAVE Sidenotes eure Fragen, zeigen Zusammenhänge auf und geben euch praktische Empfehlungen, die euer politisches Handeln erleichtern.

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Das Papier Meerespolitik 2025 - Eine Zukunft für Mensch und Meer wurde unterzeichnet von:

Die Sidenotes sind ein Projekt von DEEPWAVE e.V.

Konzept
Heye Groß | Anna Groß
Texte
Nico Czaja | Anna Groß | Lea Teichmann
Recherche
Dr. Franziska Bils | Dörte Themann | Amalia Klein | Moritz Aehle | Anja Schuller
Animationen
Oliver Wünsch
Programmierung
Heye Groß | Markus Wirth | Marius Niveri | Frieder Göock

Danksagung

Unser Dank geht an all unsere Kolleg:innen, die, mit denen wir das erste Forderungspapier Meeresoffensive 2020 verfasst haben, die, mit denen wir es als Kernforderungen für eine zukunftsfähige Meerespolitik aktualisiert haben, und die, mit denen wir jetzt daraus die Meerespolitik 2025 - Eine Zukunft für Meer und Mensch erarbeitet haben. Unser Dank geht auch an all unsere Mitglieder und Förder:innen, an unser ehrenamtliches Team und unsere Freund:innen:   Ohne euch wären die DEEPWAVE Sidenotes nie Realität geworden. Dank euch sind wir zuversichtlich, dass wir gemeinsam eine Zukunft für die Meere und uns und unseren Blauen Planeten bauen können.